vom Wiegen und Wälzen

Bang Bang Rock ’n Roll

Bang Bang Rock ’n Roll

Making of

My little brother just discovered rock and roll, There's a noise in his head, and he's out of control. - Art Brut

Jetzt habe ich euch total auf die falsche Fährte gelockt, denn hier geht es gar nicht um Rock ’n Roll im musikalischen Sinne (nur ein bisschen), sondern ums Rollen. Rock and Roll lässt sich mit „wiegen und wälzen“ übersetzen und war in gewissen Kreisen laut Wikipedia ursprünglich ein Synonym für körperliche Liebe. Aber es geht hier auch nicht um Sex. Es geht ums Linoldrucken!

OMG und *augenroll* Wie kommt die denn von Rock ’n Roll über Sex ausgerechnet auf’s schnöde Linoldrucken?! - ihr so

Ganz einfach:

  1. Linoldrucken ist gar nicht schnöde, sondern total aufregend (wie guter Rock ’n Roll)
  2. spätestens beim Farbauftrag auf die Linolplatte kommt das Rollen ins Spiel. Dabei schmatzt die Farbe unanständig zwischen Untergrund und Walze und riecht, wie Linolfarbe eben riecht (lecker).
  3. ja, es geht auch sehr körperlich zu. Teilweise ist es anstrengend und spätestens dann sehr sinnlich, wenn man sich mit dem Messer in den Finger schnitzt.
  4. Linoldrucken spricht also jede Menge Sinne an und ist daher so etwas wie körperliche Liebe (nur ganz anders)

Eine lange Einleitung, denn eigentlich möchte ich hier nur ein paar Fotos und ein Video archivieren.

Der Impuls für diesen Beitrag kam am Samstag, als Nico mich mit ihrem vintage Linoldruckset in der Galerie besucht hat, um mit mir ein wenig zu Drucken. Ich habe gerade an einem U-Boot Motiv gearbeitet und Nico hat sich auf die Schnelle ein Motiv überlegt: Ein Mikrofon mit dem Text Micromaniac. Super! Rock ’n Roll! Ein paar Stunden später war dann alles skizziert, geschnitzt und gedruckt. Glückseligkeit! Danke, Nico für das eine Exemplar. Es hängt schon.

Und noch ein wenig Musik